28.05.2016
3½ Fragen an… Patrick Diehl, Sprecher der Fachgruppe Numerische Simulation und Sprecher des WiN-Beirats

Ihr Forschungstraum?
Hier gibt es in der Numerischen Simulation noch einiges zu erforschen. Insbesondere der interdisziplinäre Austausch zwischen der Mathematik, Informatik und Ingenieurswissenschaften ist noch ausbaufähig. Denn jedes Teilgebiet ist hier gefordert, um die komplexen Anwendungen, wie z.B. die Simulation von Fusionsreaktoren, zu realisieren. Neben dem Ausbau des Austausches sollte genug Zeit bleiben um an der Ausbreitung und Entstehung von Rissen in Festkörpern weiter zu forschen. Hier mit dem Aspekt der Modellierung und der Simulation.

Was muss sich an der Universität/ in der Politik ändern?

Ein großes Problem als Nachwuchswissenschaftler sind die kurzen Arbeitsverträge und die Ungewissheit was der nächste Arbeitsvertrag bringen wird. Hier sollte es eine Möglichkeit geben nach der Promotion eine Planungssicherheit zu haben, um sich mehr auf die Forschung fokussieren zu können.
Für die heutige Studentengeneration wünsche ich mir die Freiheiten des Diploms, sich in Gremien und im Ehrenamt zu engagieren, zurück.

Lektüre muss sein. Welche?
Frei nach Joseph Beuys „Wer nicht denken will, fliegt raus“. Hier ist es wichtig, dass wir über unseren Tellerrand sehen und uns auch mit Themen aus anderen Disziplinen beschäftigen. Als Naturwissenschaftler schadet es nicht, Klassiker der Philosophie zur Erweiterung des Horizontes zu lesen. Sonst natürlich täglich diverse RSS Feed um „Up to date“ zu bleiben.

Und sonst so?
Einfach mal die Forschung und die Universität links liegen lassen, um Kraft für neue Gedanken, z.B. beim Sport oder in der Natur, tanken zu können.


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