27.07.2016
3½ Fragen an… Prof. Dr. Daniel F. Abawi, Mitglied des GI-Präsidiums und Prof. an der htw saar

Prof. Dr. Daniel F. Abawi

 

Ihr Forschungstraum?
Meine Interessen im Forschungs- und Entwicklungsbereich sind vielfältig, ausgerichtet an meinen Lehrgebieten. Aufgrund meines Dissertationsthemas sehe ich mit großer Spannung die Fortschritte im Bereich Augmented Reality. Hier warte ich – wie viele andere auch – noch auf den Durchbruch und die sog. „Killerapplikation“, abseits von Pokémon Go. Weiterhin arbeite ich im Bereich der Entwicklung von eLearning-Apps, die Studierende beim Lernen und insbesondere bei Übungen unterstützen sollen (z.B. im Kontext der Programmierung). Schließlich interessiere ich mich für Robotik-Programmierung. Hier faszinieren mich die Möglichkeiten, die bereits einfache Bausätze bieten, wie z.B. LEGO Mindstorms.

Was muss sich an der Universität/ in der Politik ändern?
Hier sind meine Erwartungen / Ziele gar nicht außerordentlich ambitioniert. Die Politik erwartet eine zunehmende Akademisierung der Bevölkerung; gleichzeitig wandeln sich die aktuellen Studierenden-Generationen in ihrer Erwartungshaltung und leider auch in den Kompetenzen, die sie auf Basis ihrer Schulausbildung mitbringen. Hier erhoffe ich ein Gegensteuern, kombiniert mit der Schaffung besserer Rahmenbindungen für die Lehre, z.B. in Form von zusätzlichen Mitarbeiterstellen. Insgesamt und schließlich muss Bildung tatsächlich auch den finanziellen Stellenwert erfahren, den sie laut Aussagen der Politik hat bzw. scheinbar haben soll. Ich sehe hier eine große Diskrepanz.

Lektüre muss sein. Welche?
Ich habe erfahren, dass es für eine gute Kommunikation mit Studierenden und für das gegenseitige Verständnis wichtig ist, zumindest rudimentäre Kenntnisse über das Tagesgeschehen/ Interessen der Generation der Studierenden zu haben. Beispiele mit Brücken und Analogien zu aktuellen Entwicklungen und Trendthemen der Studierenden wirken in der Lehre wahre Wunder. Insofern versuche ich auch mit einer Auswahl von RSS-Feeds und weiterer Kanäle mich auf dem Laufenden zu halten. Fachbücher und Journale sind auch Quellen, mit denen ich mich weiterbilde. Ansonsten bin ich überrascht, was man nicht nur lesen kann, sondern z.B. aus Videos lernen kann (YouTube etc.).

Und sonst so?

Ich bin besonders dann kreativ, wenn ich mich in meiner Freizeit ganz anderen Themen widme. Handwerkliche Arbeiten sind dann ein guter Gegenpol für die Arbeit an der Tastatur und am Bildschirm. Dazu zählt u.a. Gartenarbeit, aber häufig auch die Beschäftigung mit verschiedenen Grillgeräten, auf denen nur selten Würstchen und Steaks liegen. Am Ende kommt dann meist auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz.


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